Alle Beiträge von Otto M.

Textilberchbau

unser Bärbel - Betreiberin von ein ziemlich großen Textilberchbau inne eigene WohnungHömma, ich war letztens ma wieder bei unser Bärbel. Die is ja Krankenschwester und hat im Krankenhaus immer Schichtdienst. Genau wie ich dammals, wie ich noch aufen Pütt gewesen war. Und bei die is dat als Alleinerziehende immer ein bissken schwierich mite Hausarbeit und den Kurzen anne Kandarre zu halten und miten Einkaufen und so. Deshalb helf ich sie immer, wenn ich die Zeit dafür hab. Jau, und wie ich die Tage ma wieder drüben gewesen war, hab ich gedacht, die hat ein Lumpenladen in ihr klein Zechenhäusken eingerichtet.
„Hömma, Schwesterken, hasse die Altkleidersammlung geplündert oder wat?“ hab ich se gefracht.
„Nee, wieso meinze?“ frachtse.
„Na, hier, die Klamottenberge. Wat is damit? Kann dat wech?“ Textilberchbau weiterlesen

Telepatie

BoffskiDie Tage war ich ma wieder bein Tönne im Marktkruch für zum Kaatenkloppen. Mit den Ede Piecha und den Günna Skripschak.
„Und?“ sarich. „Wie is, Günna? Warsse wieder ma unterwechs?“
Der Günna ist ja immer irgenswie inne Weltgeschichte unterwechs und bricht sich die Gräten. Wie letzten Sommer inne Pürreneen, wo er ja bein Wandern quer durchen Geröll den Berch runtergepoltert is.
„Jau,“ sachter und kuckt in seine Kaaten. „Achzehn.“
„Habich,“ sacht der Ede. „Und? Wo warsse gewesen?“
„Inne Alpen. Für zum Drachenfliegen. Zwanzich.“
„Habich,“ Ede kuckt angestrengt in seine Kaaten. „Dat habich früher immer bei uns aufen Stoppelfeld gemacht.“ Telepatie weiterlesen

Bethilfe

Hebbert Honselmeier„Sammaa?! Wie issat einklich?“ hat mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite angelallt, wie ich bein Birkan anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn.
„Sammaa, Boohoffskii?! Wat sollat?“
„Wie? Wat meinze?“ frach ich.
„Na, die mite komische Teehlefone, wo se getz doch immer alle so draufkucken.“
Hebbert meinte wohl diese Smartfons.
„Jawie,“ sarich, weil ich nich wusste, auf water getz wieder raus wollte. „Wie meinze dat denn getz?“
„Janee,“ fängter an, kuckt in sein Pinnken und sacht dann fürn Birkan: „Biirkaaahn? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
Ich schüttel nur miten Kopp, weil ich ja kein Schnaps mach und hak nochma bei unsre Schnapsdrossel nach:
„Hebbert, wie meinze dat denn getz?“
„Ja, wieso machen die dat denn alle? Immer so da draufkucken, mein ich.“
Ich kuck Birkan an, Birkan kuckt mich an, und ich wusste sofort, dat et ma wieder Zeit war, den Hebbert seine Fantasie zu fordern. Bethilfe weiterlesen

Tatort

BoffskiSonntachabend, nä? Hömma! Da geh ich immer ne Runde umme Kollenie. Von wegens die Bewegung und so. Sonz  wirsse ja steif inne Hüfte. Ich geh immer dann, wennse alle vore Glotze hängen und Tatort kucken. Ich  bin ja nich so der Krimi-Fän. Da habbich dann meine Ruhe bein Spaziergang. Die Blagen sind schon inne  Heia, Vatter hat dat Bierken aufgehebelt und sich im Sessel vasenkt und Mutter hat sich aufen Soffa inne  Decke gedreht und nippt am Likör. Der Hund hat schon längst sein Kupferkolben bein Nachbar aufen Rasen  gedrückt, dat Auto steht geputzt inne Garaasche, die Motorsäge und der Schredder ham Feierabend Tatort weiterlesen

Uhrlaub

BoffskiBoah, Kerr … wat bin ich froh, dat ich wieder zu Hause inne Kollenie bin. Ich war ja dieset Jahr wieder am Steinhuder Meer im Uhrlaub gewesen. Mit unser Bärbel und den Kurzen von unser Bärbel. Weil dat da echt schön is. Und weil ich Bleiente da ohne Probleme auch im Wasser gehn kann. Is ja nich so tief, dat Meer.
Aber weisse, wat ich nicht brauchen kann? Mücken! Janee, ich mein die Viechers. Die andern Mücken kann ich ganz gut gebrauchen. Hömma! Ich hab schon nach zwei Tage ausgesehn wien Warzenschwein auf Trallafitti. Ein roten Pickel am andern. Und gejuckt hat dat … Boah, nee äy! Da hat auch dat Mückenzeuch nicht wirklich geholfen.

Aber dat is ja ma gaanix gegen den Günna Skripschak, nä? Wie ich den die Tage bei ihn Zuhause besucht hab, hater den Arm und den rechten Quanten in Gips gehabt. Uhrlaub weiterlesen

Zufälliget Treffen

BoffskiPuh … Ich war lange weg gewesen. Ging nich anders. Ich musste ma raus. Diesma war ich wieder am Steinhuder Meer gewesen. Mit  unser Bärbel und den Kurzen von unser Bärbel. Und Müriaden von Mücken. Wennze mich siehss, musse am Warzenschwein denken. Aber davon erzähl ich ein andermal.

Wie ich grade wieder zurück war und mite Leeze durche Kollenie gepeest bin, weil ich Mückenzeuch ausse Apotheke brauchte, hab ich den Ecki getroffen. Zufälliget Treffen weiterlesen

Eisheilige

Hebbert Honselmeier„Saaammmaa?“ hat mich der Hebbert Honselmeier die Tage vonne Seite angesaugt, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war. Ein Bierken für bei mein Sauerbraten holen. „Sammmaa? Wie issat einklich?“
„Janee, Hebbert,“ frach ich zurück. „Wat meinze denn getz?“
„Na, dat mite Aaaisseiligen.“
„Mite Eisheilige? Wat soll damit sein?“ sarich und denk mich, ‚wat kommt getz wieder?‘ Eisheilige weiterlesen

Vollbart

Hebbert Honselmeier„Sssammaaa?!“ sachte letztens der Hebbert Honselmeier für mich, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war, weil mich ein Bierken für bei mein Sauerbraten gefehlt hat. „Sssammaaaa?! Wieso ham getz so viele Leute ein Baaahrt?“
„Janeee, Hebbert,“ sarich so. „Dat is getz Mode!“
„Wie? Mooohde?“ kuckter ganz irritiert.
„Hebbert,“ sarich für ihn. „Hebbert, Du has doch auch ein Bart. Damit hasse voll ein Trend gessettet, wie dat so heißt.“
„Häh?“ kuckter mich von links nach schräch an und schwankt ein Bissken zwischen Klümpkeskasten und Präserautomat hin und her
und hält sich schließlich noch rechtzeitich wieder anne Theke fest. Vollbart weiterlesen

Karlfreitach

Hebbert Honselmeier„Sssaammmaa, Boohoffski,“ lallte mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite an, wie ich ma wieder in Maaktkruch bein Skatabend war. Ich wollte mich grad anne Teke mein erstet Bierken abholn.
„Sssaamma, wie issat einklich? Ich mmmein, dat miten Karlfreitach. Weisse doch.“
„Puh, ja, wie, wat meinze denn getz?“ frach ich ihn zurück.
„Ja, ich mein, wieso hamse den Tach aaainklich nach so ein Kerl genannt, den keiner kennt?“
„Ja, Hebbert, da frachse mich getz wat,“ sarich für ihn. „Dat müsste Dich einklich der Jupp Andrejczak erzähln könn. Hat ja mite Kirche zu tun. Dat is ja ein kirchlichen Feiertach.“
„Der Faffe? Meinze? Hööhömma. Dann kann ich mich dat schon denken, warum der so heißt, der Tach.“ Karlfreitach weiterlesen

Osterbaum

Hebbert HonselmeierWar ich letztens ma wieder bein Birkan anne Bude, weil mich ein Bierken für bei mein Sauerbraten gefehlt hat. Und wen treff ich da? Klar! Den Hebbert Honselmeier.
„Und?“ sarich so für ihm. „Wie isset Hebbert? Hasse schon allet für Ostern feddich?“
„Häh?“ kuckter mich mit sein scheelen Blick von links nach schräch an. „Ach Boohoffski, Duu bissat.“
„Jau, Hebbert,“ sarich. „Ich bin dat. Und? Allet klar mite Eier und so?“
„Neee,“ sachter, hält sich anne Theke fest, weil sein schweren Kopp ihn inne falsche Richtung ziehn wollte und peilt mich wieder an. „Ichab keine Watte mehr.“
„Janee, Hebbert. Wofür brauchsse denn Watte?“ frach ich erstaunt.
„Jau, Hebbert,“ geht auch der Birkan dazwischen. „Dat hätt ich aber getz auma gern gewusst.“
„Füre Ölomo.. Önokolo … Ökomolologie.“ Osterbaum weiterlesen