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Gefährliche Haushaltsgeräte

Hebbert Honselmeier„Hebbert!“ sarich fürn Hebbert Honselmeier, wie ich letztens bein Birkan anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn.
Hebbert dreht sich erschrocken um und haut dabei miten Arm den Kucki seine Bierflasche vonne Teke.
Schepper!
„Äääy!“ bölkt ihm der Kucki an. „Kannze nich aufpassen?“
Hebbert kuckt Kucki an, glaub ich, und sacht:
„Wolltich nich. Aber war doch wieso schon leer.“
„Hebbert,“ sarich für den Alkoholtester. „Dat is wegens dat Fand, verstehsse? Wenne zehn Granaten vernichtet has, hasse miten Fand die elfte raus.“ Gefährliche Haushaltsgeräte weiterlesen

Zwiebelsalat

Hebbert Honselmeier„Puh,“ sarich die Tage fürn Birkan, wie ich bei ihn anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn. „Wat müffelt dat hier?“
„Dat is der Hebbert!“ sacht der Birkan zurück.
„Hebbert?“ dreh ich mich nach unsern Alkoholtester um.
„Häh?“ sachter, wie er merkt, dat wir über ihm reden.“Aahach, Boohoffski, Dubissat.“
„Jau,“ sarich. „Ich bin dat. Samma, wat has Du denn für ein strenget Pafüm aufgelecht?“
„Da kannichnix führ. Dat is von mein Essen.“ Sacht dat und schiebt gleich hinterher:
„Birkaahn? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch!“
„Boah, womit hasse Dich denn diesma vergiftet? Dat Aroma is doch schon ein bissken deftiger.“
„Sssswiiebelsallaaht!“
„Zwiebelsalat?“ sarich und kuck mit ein Seitenblick bein Birkan rüber. Der verdreht die Augen, wie als wenner weiß, wat getz kommt.
„Jaah,“ versucht der Hebbert mich entgegenzuhauchen. „Bröööh!“ rülpster direkt hinterher. Und ausse andre Richtung hater gleich ein
nachgeschoben. Ich hab inschtinktief aufen Boden gekuckt, ob et um den Hebbert rum ein Kranz von tote Insekten geben täte und bin ein
Schritt zurück gegangen. Birkan lässt seufzend die Schultern hängen.
„Datis gesund,“ erklärt der Hebbert mich den Grund für sein Gestank.
„Dat riecht eher nach innerliche Verwesung,“ wirft der Birkan leise ein, und ich sach fürn Hebbert:

„Wer hat Dich denn DEN Quatsch aufgebunden?“
„Dat ham mich die Ökos vohonne Robertstraße gesacht, ich soll dat so machen. Da würdich nich krank wern. Wegens die F- F- Fitamiene
uuunssoo, weisse? Musse ja getz aufpassen, wose doch aahalle immer krank sind.“
„Und die haben Dich dann ein Rezept für Zwiebelsalat gegeben,“ will Birkan wissen.
„Nee, die ham mich gesacht, datich mich ein Sallaaht machen soll. Wegens die Ffitamiene, weissu? Damitich nich krank wern tu. Birkahn? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
„Und wie bisse dann auf Zwiebelsalat gekomm?“ bohr ich weiter. Weil, dat hätt mich getz doch ma intressiert, wie einer auf so ne blöde Idee kommt.
„Ichab nix andret mehr gehabt. Wat soll ich denn machen? Ich kann mich doch nicht so viel leissen. Ich binnoch Haarssvier. Ja, uundann hab ich ebndn Sssswiebelsalat gemacht.“
„Und wat hasse sonz noch so da reingetan, in Dein Zwiebelsalat?“ Birkan is da immer ganz intressant für, weiler ein Hobbykoch is.
„Wie? Noch da reingetan?“ Hebbert kuckt wien Auto. „Sswiebeln! Wat denn sonsssnoch? Ichab donnix.“
„Dann hasse eimfach ein paar Zwiebeln im Teller aufgeschnitten und die ohne wat dabei gegessen?“
„Wie? Aufgeschnittn?“ getz war aus dat Auto schon ein Laster geworden.
„Sach bloß, Du has die Zwiebeln noch nicht ma in Ringe geschnitten? Hasse die denn wenichstens geschält?“ getz kam bein Birkan der Koch durch.
„Jasicher,“ Hebbert versucht den Hobbykoch anzukucken, glaub ich, und sacht dann für ihm: „Ich binnochnich doof!“
„Hebbert,“ geh ich dazwischen. „Dat sacht doch keiner. Der Birkan wollte nur sicher sein, date in Dein Gesundheitswahn nich anne
Zwiebelschale ersticken tus. Wer weiß, wat da allet passiern kann. Aber inne Mitte durchgeschnitten hasse Dein Salatgemüse aber schon, oder?“
„Boohoffski, Du verstehsss mich. Wär ja sonss kein Salaaht. Birkaahn? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
Da hab ich erst den Hebbert seine linke Hand gesehn. An jeden Finger hatte der mindestens zwei Pflaster.
„Hebbert,“ sarich für den alten Kumpel. „Ich mach dat ja sonz nich, nä? Aber rein im gesundheitlichen Intresse geb ich Dich getz fümf Euro. Damit gehsse getz bein Birkan sein Koseng inne Pommesbude und haus Dich ne Fosfatstange rein. Damite ma wat gesundet aufen Teller kris und nich immer Zwiebelsalat essen muss. Dat is auch besser für Deine Finger.“
Kuckter mich an, glaub ich, kricht leicht Pippi inne Klüsen, versucht meine Schulter zu treffen und sacht:
„Boohoffski, Du bissen echten Froind.“
Steckt den Fümfer ein, visiert den Ausgang an und wie er dann draußen is, misster ersma den Bürgersteig aus.
„Wieso hasse dat denn getz gemacht?“ will der Birkan von mich wissen. „Dat machsse doch sonz nie?“
„Ach, Birkan,“ sarich. „Dat war einfach ne Investition inne Gesundheit. Besonders in unsre. Kannze ma Durchzuch machen?“


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Verstrahlt

Hebbert Honselmeier„Sammaa, Boohoffski?“ hat mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite angelallt, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn.
„Sammaa? Wie issat einklich?“
„Janee,“ sarich. „Wat meinze denn getz?“
Der Hebbert denkt ja immer, dat man weiß, water grade denkt. Der kricht den Unterschied zwischen leise denken und laut sprechen nich mehr so gut aussenanderklamüsert. Da geht dann schomma wat durchenander.
„Ja, ich mein so die ganze Mohde, uuunsoo. Wieso machen die dat denn alle?“
„Meinze, warum die Fraun immer inne Klamottenläden …“
„Neee,“ gehter dazwischen. „Ich mein dat mitie komischen Tehlefohne. Dat meinich. Birkaan? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
„Ach, Du meinz die Dinger mite Bet-Äpp drauf,“ sarich und blinzel rüber bein Birkan. Der macht den Hebbert nochma dat Pinnken voll und grinst mich dabei an. „Wo se immer alle so gebeugt drüber hängen, wie als wennse am Beten dranne wärn.“
„Jau, die meinich, Prost,“ sacht dat, versucht die Futterluke zwischen die ganzen Stoppeln zu finden, und wie er meint, dater die richtige Stelle gefunden hätte, kippter sich dat eklige Gesöff halb im Hals und halb im Bart.
„Und Du meinz, dat wär getz ne Mode, oder wat?“ will der Birkan wissen.
„Jaaah,“ sacht Hebbert und wackelt anne Teke rum wie son Setzling im Sturm. „Da machen die doch immer son Theater drum, die ganssen mit ihre komischen Frisurn und die teuren Aaahnssüge, uunso.“
„Ach, Du meinz diese Dinger miten angebissenen Appel drauf,“ sarich. „Die wose immer alle schon Nachts vor die Läden kampiern, weil ma wieder ein neuen Quasselkasten rauskommt.“
„Jau, die meinich. Finndich iihrnxwie Banane. Birkan? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
„Hebbert,“ sarich. „Hebbert, wenn einer weiß, warum die Leute wie bekloppt hinter sone Mode herrennen tun, dann bis Du dat.“
„Boohoffski, Du verschtehss mich. Birkan? …“
„Hebbert,“ sacht der Birkan. „Ich bin ja schon dabei. Ich mach getz ma ein Appelkorn, nä? Damite ma paar Fitamine kris. Aber dat is erssma der Letzte. Dann musse ma wat essen gehn.“
Hebbert kuckt den Birkan ganz empört an, sacht aber nix dazu. Stattdessen kuckter dann mich an, glaub ich, kippt den Treppenstürzer irgenswo an sein Kinn und sacht für mich:
„Dat hat mite Beschtrahlung ssu tun.“
„Mite Bestrahlung? Mit wat für ne Bestrahlung?“ frach ich und kuck bein Birkan rüber, der sich schon wegdrehn tut.
„Na, die tun doch die Leute beschtrahln, wennse am tehlefoniiern dranne sind. Mitie Tehlefohne. Die schicken da so Schtrahln durchen Tehlefohn im Kopp rein. Dann sindse völlich verstrahlt.  Hamse in Fernsehn gesacht. Ja, uuundavon wern die Leute richtich doof. Uuun süchtich nach dat Zeuch wernse dann auch. Wat glaubssuudenn wieso die sonz so hinter dat unnüsse … uunnnüütsse Gelummppe her sind? So is dat. Birkahn? Mammnoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
Der Hebbert hatte schon wieder vergessen, wat der Birkan ihn grade gesacht hatte. Und Birkan sacht:
„Hebbert, vielleicht gehhse erssma wat essen. Geh ma bei mein Koseng anne Pommesbude. Ich ruf den an, date komms. Dann brauchsse nich so lange aufe Fosfatstange warten.“
Hebbert kuckt den Birkan an, murmelt nur wat von „immer essen“ in sein Bart und wackelt ausse Tür. Wie er draußen is, sarich fürn Birkan:
„Samma Birkan, kann dat sein, dat der Hebbert heute ma wieder n bissken verstrahlt is, weiler zu lange mite Kornpulle telefoniert hat?“
Gesacht hat der Birkan nix. Hat mich nur mit ein Grinsen ein neuet Pilsken aufgeplöpt.


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Vollbart

Hebbert Honselmeier„Sssammaaa?!“ sachte letztens der Hebbert Honselmeier für mich, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war, weil mich ein Bierken für bei mein Sauerbraten gefehlt hat. „Sssammaaaa?! Wieso ham getz so viele Leute ein Baaahrt?“
„Janeee, Hebbert,“ sarich so. „Dat is getz Mode!“
„Wie? Mooohde?“ kuckter ganz irritiert.
„Hebbert,“ sarich für ihn. „Hebbert, Du has doch auch ein Bart. Damit hasse voll ein Trend gessettet, wie dat so heißt.“
„Häh?“ kuckter mich von links nach schräch an und schwankt ein Bissken zwischen Klümpkeskasten und Präserautomat hin und her
und hält sich schließlich noch rechtzeitich wieder anne Theke fest. Vollbart weiterlesen

Karlfreitach

Hebbert Honselmeier„Sssaammmaa, Boohoffski,“ lallte mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite an, wie ich ma wieder in Maaktkruch bein Skatabend war. Ich wollte mich grad anne Teke mein erstet Bierken abholn.
„Sssaamma, wie issat einklich? Ich mmmein, dat miten Karlfreitach. Weisse doch.“
„Puh, ja, wie, wat meinze denn getz?“ frach ich ihn zurück.
„Ja, ich mein, wieso hamse den Tach aaainklich nach so ein Kerl genannt, den keiner kennt?“
„Ja, Hebbert, da frachse mich getz wat,“ sarich für ihn. „Dat müsste Dich einklich der Jupp Andrejczak erzähln könn. Hat ja mite Kirche zu tun. Dat is ja ein kirchlichen Feiertach.“
„Der Faffe? Meinze? Hööhömma. Dann kann ich mich dat schon denken, warum der so heißt, der Tach.“ Karlfreitach weiterlesen

Osterbaum

Hebbert HonselmeierWar ich letztens ma wieder bein Birkan anne Bude, weil mich ein Bierken für bei mein Sauerbraten gefehlt hat. Und wen treff ich da? Klar! Den Hebbert Honselmeier.
„Und?“ sarich so für ihm. „Wie isset Hebbert? Hasse schon allet für Ostern feddich?“
„Häh?“ kuckter mich mit sein scheelen Blick von links nach schräch an. „Ach Boohoffski, Duu bissat.“
„Jau, Hebbert,“ sarich. „Ich bin dat. Und? Allet klar mite Eier und so?“
„Neee,“ sachter, hält sich anne Theke fest, weil sein schweren Kopp ihn inne falsche Richtung ziehn wollte und peilt mich wieder an. „Ichab keine Watte mehr.“
„Janee, Hebbert. Wofür brauchsse denn Watte?“ frach ich erstaunt.
„Jau, Hebbert,“ geht auch der Birkan dazwischen. „Dat hätt ich aber getz auma gern gewusst.“
„Füre Ölomo.. Önokolo … Ökomolologie.“ Osterbaum weiterlesen

Ganzjahresweihnachten

Hebbert HonselmeierWar ich die Tage ma wieder bein Birkan anne Bude wegen ein Bier für bei mein Sauerbraten.
War auch der Hebbert Honselmeier da und sacht für mich:
„Sssammaa, Bohoffski, iss einklich schon widder Weinachten?“
„Nee, Hebbert,“ sarich. „Is doch erst Herbst. Wie kommsse dadrauf?“
„Ja, weil ich in’n Konsum Schpeckulazius gesehn hab.“
„Aach, Hebbert,“ sarich wieder. „Dat is doch inzwischen so, date Weinachtssachen schon im Herbst kriegen tus.“
„Jawie? Warum dat denn? Issoch erss an Weinachten, wenn Weinnachten is.“
„Hebbert, wenn dat einer weiß, warum dat so is, dann bis Du dat,“ heiz ich die Schnapsdrossel an. Ganzjahresweihnachten weiterlesen

Bundeswehr

Hebbert Honselmeier„Samma, Hebbert,“ sarich fürn Hebbert Honselmeier, wie ich letztens ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war. „Samma, wie is dat? Warsse einklich auch bein Bund?“
„Der Hebbert doch nich,“ mischt sich der Birkan ein. „Kuck Dich den domma an. Den kannze doch kein Püster inne Foten geben. Der macht doch ohne Skrupel Frendli Feier.“
„Häh?“ sacht der Hebbert, der grade gemerkt hat, datet um ihn geht. „Wu… Wundersbehr? Jaklaar warich da. Binnich nich drumrum gekomm, dammals.“
„Jau,“ sarich. „Die ham ja dammals allet genomm, wat einigermaßen gradeaus kucken konnte. War ja kalten Kriech. Bundeswehr weiterlesen

Menschenfreund

Hebbert HonselmeierGetz machense überall Reklame füre Flüchtlinge, nä? Janee, find ich ja auch gut, wenne andre Menschen helfen tus. Musse ja machen, nä? Weiß ja nie, ob du selber nich ma die Hilfe von andre brauchs. Sonz sagense am Ende: „Wat, den egoistischen Arsch soll ich helfen? Arschlecken rasiern dreifuffzich!“ Und dann stehsse da mit dein kurzet Hemd.
Wie ich die Tage ma wieder bein Birkan anne Bude war, hab ich auch den Hebbert Honselmeier da getroffen. Klar. Der is ja immer da und testet, ob die Theke noch fest aufen Boden steht.
„Und, Hebbert,“ sarich für ihn. „Wat meinz Du denn zu die Flüchtlingskrise?“ Menschenfreund weiterlesen

Koppschmerzen

Hebbert Honselmeier„Boah, Hebbert!“ sarich die Tage fürn Hebbert Honselmeier, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war. Der Hebbert will mich ja immer ein Schnaps ausgeben. Aber ich mach ja kein Schnaps. Diesma hatte ich aber ein genomm, weil der Hebbert sonz beleidicht gewesen wär. Muss ja manchma auch bisken Schönwetter machen.
„Wie kannze sowat nur saufen? Dat is ja eklich!“ nöhl ich rum.
„Jaha, Boohoffski, Du verstehssat nich. Dat isss nur der Erssse. Da mussich mich auch immmer sswingen. Aaaber nachen Dritten issat in Ordnung.“
„Aber wieso trinksse dat Zeuch denn überhaupt?“ will ich wissen. „Wenn dat doch sone Überwindung für Dich is.“
„Dattis von wegens die Koppschmerssen, die ich morgens immer hab. Aber weilich Koppschmerssdabblllettn nich so gut vertrach, nehm ich eben den Schnabbs. Nachen fümften merk ich die Koppschmerssen nich mehr soo.“
„Na dann,“ sarich fürn Birkan. „Birkan, mammanoein für mein Freund hier. Wegen die Koppschmerzen.“
„Booohoffski,“ lallt der Hebbert mich an. „Du verstehss mich. Du bissen echten Froind.“


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