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Verstrahlt

Hebbert Honselmeier„Sammaa, Boohoffski?“ hat mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite angelallt, wie ich ma wieder bein Birkan anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn.
„Sammaa? Wie issat einklich?“
„Janee,“ sarich. „Wat meinze denn getz?“
Der Hebbert denkt ja immer, dat man weiß, water grade denkt. Der kricht den Unterschied zwischen leise denken und laut sprechen nich mehr so gut aussenanderklamüsert. Da geht dann schomma wat durchenander.
„Ja, ich mein so die ganze Mohde, uuunsoo. Wieso machen die dat denn alle?“
„Meinze, warum die Fraun immer inne Klamottenläden …“
„Neee,“ gehter dazwischen. „Ich mein dat mitie komischen Tehlefohne. Dat meinich. Birkaan? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
„Ach, Du meinz die Dinger mite Bet-Äpp drauf,“ sarich und blinzel rüber bein Birkan. Der macht den Hebbert nochma dat Pinnken voll und grinst mich dabei an. „Wo se immer alle so gebeugt drüber hängen, wie als wennse am Beten dranne wärn.“
„Jau, die meinich, Prost,“ sacht dat, versucht die Futterluke zwischen die ganzen Stoppeln zu finden, und wie er meint, dater die richtige Stelle gefunden hätte, kippter sich dat eklige Gesöff halb im Hals und halb im Bart.
„Und Du meinz, dat wär getz ne Mode, oder wat?“ will der Birkan wissen.
„Jaaah,“ sacht Hebbert und wackelt anne Teke rum wie son Setzling im Sturm. „Da machen die doch immer son Theater drum, die ganssen mit ihre komischen Frisurn und die teuren Aaahnssüge, uunso.“
„Ach, Du meinz diese Dinger miten angebissenen Appel drauf,“ sarich. „Die wose immer alle schon Nachts vor die Läden kampiern, weil ma wieder ein neuen Quasselkasten rauskommt.“
„Jau, die meinich. Finndich iihrnxwie Banane. Birkan? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
„Hebbert,“ sarich. „Hebbert, wenn einer weiß, warum die Leute wie bekloppt hinter sone Mode herrennen tun, dann bis Du dat.“
„Boohoffski, Du verschtehss mich. Birkan? …“
„Hebbert,“ sacht der Birkan. „Ich bin ja schon dabei. Ich mach getz ma ein Appelkorn, nä? Damite ma paar Fitamine kris. Aber dat is erssma der Letzte. Dann musse ma wat essen gehn.“
Hebbert kuckt den Birkan ganz empört an, sacht aber nix dazu. Stattdessen kuckter dann mich an, glaub ich, kippt den Treppenstürzer irgenswo an sein Kinn und sacht für mich:
„Dat hat mite Beschtrahlung ssu tun.“
„Mite Bestrahlung? Mit wat für ne Bestrahlung?“ frach ich und kuck bein Birkan rüber, der sich schon wegdrehn tut.
„Na, die tun doch die Leute beschtrahln, wennse am tehlefoniiern dranne sind. Mitie Tehlefohne. Die schicken da so Schtrahln durchen Tehlefohn im Kopp rein. Dann sindse völlich verstrahlt.  Hamse in Fernsehn gesacht. Ja, uuundavon wern die Leute richtich doof. Uuun süchtich nach dat Zeuch wernse dann auch. Wat glaubssuudenn wieso die sonz so hinter dat unnüsse … uunnnüütsse Gelummppe her sind? So is dat. Birkahn? Mammnoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
Der Hebbert hatte schon wieder vergessen, wat der Birkan ihn grade gesacht hatte. Und Birkan sacht:
„Hebbert, vielleicht gehhse erssma wat essen. Geh ma bei mein Koseng anne Pommesbude. Ich ruf den an, date komms. Dann brauchsse nich so lange aufe Fosfatstange warten.“
Hebbert kuckt den Birkan an, murmelt nur wat von „immer essen“ in sein Bart und wackelt ausse Tür. Wie er draußen is, sarich fürn Birkan:
„Samma Birkan, kann dat sein, dat der Hebbert heute ma wieder n bissken verstrahlt is, weiler zu lange mite Kornpulle telefoniert hat?“
Gesacht hat der Birkan nix. Hat mich nur mit ein Grinsen ein neuet Pilsken aufgeplöpt.


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Bethilfe

Hebbert Honselmeier„Sammaa?! Wie issat einklich?“ hat mich die Tage der Hebbert Honselmeier vonne Seite angelallt, wie ich bein Birkan anne Bude gewesen war. Bierken für bei mein Sauerbraten holn.
„Sammaa, Boohoffskii?! Wat sollat?“
„Wie? Wat meinze?“ frach ich.
„Na, die mite komische Teehlefone, wo se getz doch immer alle so draufkucken.“
Hebbert meinte wohl diese Smartfons.
„Jawie,“ sarich, weil ich nich wusste, auf water getz wieder raus wollte. „Wie meinze dat denn getz?“
„Janee,“ fängter an, kuckt in sein Pinnken und sacht dann fürn Birkan: „Biirkaaahn? Mammanoein, uuund fürmeinfreundhier auch.“
Ich schüttel nur miten Kopp, weil ich ja kein Schnaps mach und hak nochma bei unsre Schnapsdrossel nach:
„Hebbert, wie meinze dat denn getz?“
„Ja, wieso machen die dat denn alle? Immer so da draufkucken, mein ich.“
Ich kuck Birkan an, Birkan kuckt mich an, und ich wusste sofort, dat et ma wieder Zeit war, den Hebbert seine Fantasie zu fordern. Bethilfe weiterlesen

Leisehäcksler

Omma1Also, dat war ja ein komischen Drangsalierer, den unser Omma da letztens anne Tür hatte. Angezogen wie ein Pinguin, aber mit dicke Gummistiefel anne Quanten. Wo dat doch gaanich gemeimelt hat.
„Tach Frau Boffski,“ sachter für ihr. „Heppelmann von die Firma Schreddinger. Ein schön Gaaten hamse da aber.“
„Jau,“ sacht unser Omma. „Da tut sich mein Gatte drum kümmern. Da isser immer ganz stolz drauf.“
Ich hab oben aufe Treppe gestanden und mich dat ma angehört. So, dater mich nich sehn konnte. Sowat intressiert mich ja. Hab ich mein Spass dran. Leisehäcksler weiterlesen

Geblendet

BoffskiKam die Tage ma wieder der Günna Skripschak bei mich vorbei.
„Samma, Boffski,“ sachter so für mich. „Kannze mich ma inne Stadt fahrn?“
„Jawie, Günna? Du has doch selber ein Auto. Oder musse beim Arzt und kannz anschließend nich mehr fahrn, weiler Dich mit Drogen zudröhnt?“
„Nee, ehrlich, ich mach dat gaanich sagen,“ druckster rum.
„Sach bloß die Karre is schon wieder inne Werkstatt?“ frach ich.
„Jau.“ Geblendet weiterlesen

Kot-Metallic

BoffskiDer Günna Skripschak hat sich en neuet Auto gekauft. Kamer die Tage bei mich vorbei und hat mich dat stolz gezeicht.
„Und?“ sachter. „Wat sachsse?“
„Is groß,“ sarich.
„Ja, und sonz sachsse nix?“ frachter und hat so ein beleidichten Ton inne Stimme.
„Und irgenswie braun isset,“ sarich, weil ich ihn nich beleidigen wollte. Die Karre war nämlich ‚Kot-Metallic‘, wie der Kurze von unser Bärbel immer für sone Farbe sacht. Kot-Metallic weiterlesen

Bettelautomat

Hebbert HonselmeierHömma! Manchma brauchsse ja auch Bargeld. Ich bin ja noch einer von die Sorte, die gerne inne Sparkasse am Schalter mit die nette junge Frau quasselt. Aber manchma kucksse am Wochenende im Portmanä und has dat Gefühl, dat da garkein Boden drinne is. Allet schwazz und leer. Tja, dann musse am Automat gehn.
Ich also letzten Sonntachnammitach anne Sparkasse am Automat gegang und mich ein paar Kröten geholt, weil ich ja bein Tönne im Maaktkruch nich mite Karte bezahln kann. Mach ich ja sowieso nich so gerne. Mite Karte bezahln, mein ich. Bettelautomat weiterlesen

Eifön

Der Kurze von unser BärbelHömma! Gestern kam der Kurze von unser Bärbel mit sein Eifon umme Ecke und sachte für unser Bärbel:
„Hömma, Mama. Ich hab hier ne Äpp drauf, damit kannze Dein Fön steuern. Brauchsse nur ein Adapter, mit dene den Fön am Eifon anschließt.“
„Na toll, sarich. Dann hasse ja ein Eifön.“
Watet allet gibt …


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