Boah, ey!

So heißt mein neuet Buch.

Boah, ey!

Mein Aufschreiber hat lange dran rumgefrickelt, neben seine normale Arbeit. Ich hab ihn ma gefracht, wieso dat Buch denn son komischen Titel hat. Und da hater mich gesacht, datter den Titel so gewählt hätte, weil er ma vor den Kompluter gesessen hat und sich gedacht hat:
„Boah, ey! Wat is dat für ein Aufwand, nur damit andre ihrn Spaß haben.“
Naja, und dann hater sich vorgestellt, wie ich wohl vor die gesammelten Werke stehn würde. Da konnte ich getz erssma nix zu sagen. Aber dann hater mich den Berch von Papier gezeicht, dener sich ausgedruckt hat.
„Boah, ey!“ isset aus mich rausgeplatzt. „Dat hab ich allet schon erzählt?“
„Siehsse?“ sachter für mich. „Darum heißt dat Buch getz Boah, ey!“

Ja, und dann hab ich ihn gefracht, wat denn für mich überhaupt dabei rausspringen tut, wenner getz mit meine Geschichten, die ich ihn immer erzähln tu, richtig absahnt.
Hömma! Da fing der auf eima am Lachen … ich wusste erss gaanich wieso. Der hat sich ganich mehr eingekricht.
„Geld!?“ geiert er rum. „Hömma! Ich steck da nur rein. Weisse, wat alleine schon die Anmeldung von die Marke gekostet hat? Bis ich dat wieder raus hab, putzen meine Urenkel im Himmel schon die Harfe für dat große Hosianna.“
Ich denk mich, man kannet auch übertreiben. Aber dann hater mich seine ganzen Ausgabenrechnungen ma gezeicht. Und die Einnahmenbelege auch. Da is mich fast schwindelich geworden und ich hab ihn gefracht, warum er dat denn überhaupt macht, wenn dat son Geldgrab is.
Weisse, wat der Heiopei da sacht?

„Wat wär dat Leben ohne Spaß? Und der Spaß darf auch wat kosten.“

Ich bin dann schon ein Bissken nachdenklich nach Hause gewackelt.